Morosche Karottensuppe

Morosche Karottensuppe

„Es klingt wie ein wissenschaftlicher Aprilscherz – dazu noch ein ganz simpler: Mit einem Kochtopf voll Möhren kann man zuhause einen Wirkstoff produzieren, der bei Darminfektionen in vielen Fällen dem industriellen Antibiotika überlegen ist. Es hat Jahrzehnte gedauert, bis man die Wirkung halbwegs verstanden hat: Durch das überlange Kochen der Rüben entsteht ein ganz spezielles Zuckermolekül, das an der Darmwand andockt und dadurch den gefährlichen Einzellern wie Giardien ihre exklusive Andockstelle blockiert. Damit verlieren diese Darmschmarotzer ihren Halt an der Darmwand. Sie gleiten ab. Zusammen mit dem Nahrungsbrei werden die nun haltlosen Schädlinge weiter transportiert und auf ganz normalen Weg hinten ausgeschieden. Durch die Morosche Möhrensuppe reinigt sich der Darm von selbst. Eigentlich Nobel-Preis-würdig – ist diese Erfindung aus dem Jahr 1908 von Professor Dr. Ernst Moro aus Heidelberg doch fast in Vergessenheit geraten.“

Grundrezept – reiner Arbeitsaufwand ca. 30 Minuten, Zeit inklusive Kochzeit 2,5 Stunden.

  • Nehmen Sie handelsübliche Karotten, für das Grundrezept 1kg
  • je nach Hundegröße und Vorratshaltung kann aber auch gleich sehr viel mehr vorgekocht und eingefroren werden.
  • Karotten waschen, die Enden abschneiden und je nach Qualität und Zustand schälen, in kleinere Stücke schneiden und mit Wasser in einem großen Topf aufgießen und einmal voll aufkochen lassen.
  • Jetzt die Kochzeit aufnehmen: ab jetzt eineinhalb Stunden (90 Min) auf niedrigerer Stufe vor sich hin köcheln lassen
  • Zur Erinnerung: unser Ziel ist es bestimmte Zuckermoleküle, sogenannte Oligosaccharide in den Möhren zu erzeugen
  • Während der langen Kochzeit, immer wieder Wasserstand kontrollieren und ggf. etwas Wasser nachgießen
  • Danach die Karotten abtropfen lassen und Gemüsesaft auffangen
  • Karotten pürieren, mit einem Elektromixer oder durch ein Sieb drücken – wenn gar nichts zum Pürieren da ist notfalls gut mit der Gabel zerdrücken

Wichtig! Um so feiner püriert wird – um so besser kommen die Oligosaccharide an die Darmwand

  • Den aufgefangenen Gemüsesaft (Kochwasser) zum Karottenpüree dazu geben
  • Etwa 1 Gramm Kochsalz dazugeben (1 Teelöffel),
  • Bei einer Nierenerkrankung darauf verzichten!!!
  • Die Konsistenz der Suppe sollte wie dicke Buttermilch sein
  • Abkühlen lassen bis es handwarm oder kälter ist

Zur Möhrensuppe 300 gr. Hühnerfleisch abkochen und gemäss den Fütterungsportionen unter die Möhrensuppe mischen.

Die Möhrensuppe auf die Anzahl der sonst üblichen Mahlzeiten verteilen.
Bekommt der Hund 2 mal am Tag sein Futter, bekommt er die Möhrensuppe auch 2 mal am Tag. Auch die gleiche Menge wie das Futter sonst verfüttern.